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Daheim

Aussagen zum Lebensgefühl im George-Washington-Hof

Kunstinstallation
8 Fahnen im Format 100 × 450 cm, Wandschilder, Bodenbeklebung

Im Rahmen der Ausstellung EXPO Gemeindebau 2019, wo Themen wie „Nachbarschaft“, die Geschichte des George-Washington-Hofs oder das „Rote Wien“ im Fokus stehen, wurde die neu entstandene Arbeit »Daheim« präsentiert.

Das Projekt verfolgt eine Interaktion, ist auf Tuchfühlung mit den
Bewohnern des Georg Washington Hofs. In einem kurzen Gespräch
entsteht eine direkte Verbindung der authentischen Aussagen und
der Kunstinstallation. Angesprochen wird dabei Lebensgefühl und Alltagsumfeld. Themenbereiche wie  Wohnen, Nachbarschaft, Bildung, … Die Essenz der Aussagen wird zur Installation. Die Installation spricht daher authentisch zu den Besuchern, also auch zu den Bewohnern.

Als  archetypisch Trägermedium wurde die Fahne gewählt. Die grafische Gestaltung entspricht dem Wesen der Fahne – signalhaft, schnell zu begreifen, klar in der Botschaft

Text aus dem Ausstellungsbroschüre von Elke Sodin

DAHEIM
Aussagen zum Lebensgefühl im George-Washington-Hof

Seit jeher haben Fahnen eine signalhafte Funktion, sie dienen der Orientierung und markieren das Terrain. Zusätzlich fungieren sie als Medium der Kommuni­kation. Der Grafikdesigner Peter Duniecki wählte für seine künstlerische Arbeit ganz bewusst die Fahne in seiner Funktion als archetypisches Trägermedium. Auf Spaziergängen durch den George-Washington-Hof befragte er die BewohnerInnen nach deren Lebensgefühl und Alltagsumfeld. In Gesprächen zu Themen wie Wohnen, Nachbarschaft und Bildung sammelte er einzelne Schlagworte, die exemplarisch und zur Essenz verknappt auf mehreren Flaggen aufgedruckt zur Installation werden. Die grafische Gestaltung durch den Künstler unterstützt das Wesen der Fahne – sie ist signalhaft, schnell zu begreifen und plakativ.
Durch eine weitere Eigenart der Fahne, ihre Beweglichkeit, gewinnt Dunieckis Arbeit zusätzlich an Bedeutung. Flattert das Fahnentuch im Luftzug, wird es zum tanzenden Körper. Die auf seiner Oberfläche dargestellten Zeichen erscheinen fragmentarisch und in immer neuen Zusammensetzungen – aber auch inhaltlich neuen Botschaften. In ihrer Veränderlichkeit spiegeln sie so die Meinungsvielfalt im Wiener Gemeindebau wieder.
Die Beflaggung der Fassaden an den Feiertagen war bis in die 1980er Jahre ein selbstverständlicher Bestandteil des Gemeindebaualltags. Das Hissen der öster­reichischen Flagge war speziell am » Tag der Fahne « ein Muss – dem 26. Oktober, der seit 1956 an die Erlangung der Unabhängigkeit nach dem 2. Weltkrieg erinnerte und 1965 zum Nationalfeiertag umgewandelt wurde. Die Ausstattung jeder Hauspartei im Gemeindebau mit Fähnchen garantierte über Jahrzehnte ein rot-weiß-rotes Fahnenmeer. Dass diese Tradition heute in Vergessenheit geraten ist, liegt nicht nur an den baulichen Veränderungen, denen auch die ehemaligen Fahnenhalterungen zum Opfer fielen. Es ist auch der gesellschaftliche Druck verschwunden, der die BewohnerInnen zum kollektiven » Flagge zeigen « zwang.

https://www.w24.at/News/2019/10/Kunstausstellung-EXPO-Gemeindebau

Interview von Sandra Voser

Gerhard Hanappi

Buch
Visuelle Konzeption, Gestaltung und Satz

Herausgegeben von Christoph Lechner, mit Texten von Bernhard Hachleitner, Hardy Hanappi, Katalin Hanappi, Michael Hanappi, Ingrid Holzschuh, Roman Horak, Domenico Jacono, Christoph Lechner, Matthias Marschik, Lina Morawetz und Andreas Weigl
sowie einer Bildstrecke von Wolfgang Thaler

264 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 21 × 24 cm, fester Einband
Verlag : Park Books, Zürich

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Ex Libris

Ex Libris
Idee, Konzeption und Gestaltung

Ein Ex Libris für die Bücher von Iris Meder, die als Nachlass den Start der Architektur-Bibliothek der ÖGFA darstellen.

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Iris Meder
8. Juni 1965 – 5. November 2018

Abschied von Iris Meder
Ein Nachruf von Otto Kapfinger

Mitte der 1990er Jahre erschien in den einschlägigen Wiener Fachzirkeln gleichsam „aus dem Nichts“ eine junge Architekturhistorikerin aus Deutschland, die das hier bislang gepflegte, kanonisierte Geschichtsbild der Wiener Architektur-Moderne um unzählige Fakten, fachliche Facetten und personelle Vernetzungen ganz bedeutend erweiterte. Ihre 2001 an der Universität Stuttgart approbierte Dissertation „Offene Welten – Die Wiener Schule im Einfamilienhausbau 1910–1938“ brachte mit einem Schlag nicht nur neue Erkenntnisse zu den Werken von Josef Frank und Oskar Strnad, sondern eröffnete vor allem eine tiefenscharfe, faszinierende Perspektive auf eine Vielzahl von deren lokalen Zeitgenossinnen, Schülern, Bauherrinnen und Publizisten. Von der Basis dieser schon in den 1980er Jahren begonnenen, interdisziplinären Recherche aus fand Iris Meder in Wien rasch ein intensives Wirkungsfeld als Kritikerin in den Medien Die Presse – Spectrum, Der Standard, Kurier, NZZ, Parnass, Falter, dérive, Akku TV u.v.m., als Kuratorin wichtiger Ausstellungen im Wien Museum und im Jüdischen Museum (zuletzt 2017: „Helena Rubinstein. Die Schönheitserfinderin“), als Initiatorin/Teilnehmerin internationaler Symposien, als Vortragende und Reiseführerin sowie als Buchautorin. Über viele Jahre war sie Mitglied und Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur, für die sie bis zuletzt wirkte. Auch im Verein für Geschichte der Stadt Wien und als Gutachterin für das Bundesdenkmalamt leistete sie durch ihre fachliche Kompetenz wertvolle Arbeit.

Ihr spezifischer Beitrag wurzelte in der Öffnung der fachlich-historischen Blickwinkel auf die personellen und geistigen Hintergründe, auf die Verzweigungen und Interdependenzen jener undogmatischen „Zweiten Wiener Moderne“, die sich nach Wagner, Loos und Hoffmann ab 1910 formierte, die mit ihrer vorwiegend jüdischstämmigen Klientel aber auch 1934 bzw. 1938 ein gewaltsames Ende erlitt.

Zu ihren wichtigsten Büchern und Ausstellungen zählen jene über Erich Boltenstern, über das Hochhaus Herrengasse (beide mit Judith Eiblmayr), über Oskar Strnad (mit Evi Fuks) und über Josef Frank; Women in Landscape Architecture (mit Ulrike Krippner). Jüdische FotografinnenVienna’s Shooting Girls sowie ihr Biennale-Beitrag 2014 Lifting the Curtain – Central European Architectural Networks (mit Sarmen

Beglarian, Piotr Bujas, Igor Kovačević, Maroje Mrduljaš, Samu Szemerey, gleichnamiger Katalog zur Ausstellung in Wien mit Azra Charbonnier, Suzanne Kříženecký und Gabriele Ruff) erweiterten den Blick über die Grenzen der österreichischen Architekturmoderne hinaus in Richtung Südost-Mitteleuropa. Mit Christopher Long und Tano Bojankin ist sie Herausgeberin der gesammelten Schriften von Josef Frank.

Iris Meders großes Verdienst ist auch die Befassung mit vorher wenig beachteten Protagonistinnen der Szene – auf Planungs- wie auch auf Auftragsseite, die integrierte Sicht von Bauplanungen mit ihren meist unterschätzten Freiraumgestaltungen – also von Baukunst mit Gartenkunst, sowie die Analyse von baulichen Phänomenen aus virulenten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, künstlerischen Zeitströmungen.

Als bei ihr vor etwa einem Jahr eine besonders aggressive Krebserkrankung diagnostiziert wurde, zog sie sich strikt aus der Öffentlichkeit zurück. Von einem kleinen Freundeskreis bis zuletzt betreut, starb sie vor wenigen Tagen in Wien.

Nicht nur die heimische und auch die internationale Forscherszene verliert eine der engagiertesten, kompetentesten, ungewöhnlich kooperativen Historikerinnen und Fachkritikerinnen. Iris Meder wird uns fehlen.

Renate Kordon Trickfilme

Buch und DVD
Visuelle Konzeption, Gestaltung und Satz

Renate Kordon | Trickfilme
Dismantling Dimensions

64 Seiten, Format (geschlossen) : 14 × 17,8 cm, 58 Abb.
Freiklappenbroschure, 5-färbig, Offsetdruck, Fadenheftung

Herausgegeben von Renate Kordon
Mit Textbeiträgen von Gerald Bast, Werner Fenz, Sabine Flach,
Peter Hiess, Stefanie Honeder, Otto Kapfinger, Renate Kordon,
Elke Krasny, Roman Lemberg, Bady Minck, Susanne Neuburger,
Johannes Rauchenberger, Elisabeth Saubach, Herman Seidl
Eigenverlag, 2018

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Der Compass

Buch
Buchgestaltung | Visuelle Konzeption, Gestaltung und Satz

Der Compass – 150 Jahre österreichische Wirtschaftsgeschichte
Vom Kalender zu digitalen Informationssystemen

Herausgegeben von Katharina Bergmann-Pfleger, Tano Bojankin, Nikolaus Futter. Mit Beiträgen von Christian Benesch, Katharina Bergmann-Pfleger, Tano Bojankin, Judith Fink, Murray G. Hall, Brigitte Heller, Nina Linke, Olga Lukešova, Iris Meder, Manfred Mugrauer, Jessica Richter, Theodor Venus und Andrea Winklbauer.

Fester Umschlag, 316 Seiten, Format: 20 × 30 cm, ca. 260 Abb., Fadenheftung, schwach gerundeter Rücken, Leseband.
Compass-Verlag, Wien, 2017
ISBN 978-3-85041-050-2
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Geramb Rose

Ausstellung, Broschüre und Preis/Auszeichnung
Konzeption und Gestaltung

GerambRose 2016 | Arbeitswelten
Preisverleihung und Ausstellungseröffnung

Eröffnung: 13. September 2016, 19 Uhr im HDA Graz / Haus der Architektur Graz. Wanderausstellung in 12 Stationen bis Dez. 2017

Veranstalter: Haus der Architektur Graz
Auftraggeber: Verein BauKultur Steiermark
Geschäftsführung 2016: Mag. phil. Dipl. Ing. Eva Guttmann
Geschäftsführung 2017: Dipl. Ing. Barbara Meisterhofer
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Architektur in Österreich im 20. und 21. Jahrhundert

Buch
Buchgestaltung

Architektur in Österreich im 20. und 21. Jahrhundert
(Architecture in Austria in the 20th & 21st Century)

Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien, 2016
Verlag: Park Books, Zürich, 2016

Mit Beiträgen von Gabriele Kaiser, Monika Platzer, Anneke Essl, Martina Frühwirth, Gudrun Hausegger, Sonja Pisarik und Ute Waditschatka. Vorwort von Hannes Swoboda und Dietmar Steiner.

Deutsch als auch Englisher Band,
je 440 Seiten, Format: 24 × 30 cm, ca. 1.000 Abb., Fadenheftung, Flexointegraleinband.

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